Artikel in der Morbacher Rundschau vom 16.03.2012

Mali-Hilfe e.V.

Projektreise vom 10.-25.02.2012
Teil 2

Vom Dogonland fuhr ich dann zurück Sévaré, um von dort über Ségou und Markala zurück nach Bamako zu fahren.

In Markala fanden Gespräche über neue Projekte statt. Ebenso erfolgte ein Gedankenaustausch mit Vertretern des Lycée von Markala bezüglich einer Partnerschaft mit der IGS Morbach.

Von Markala soll ich ganz besondere Grüße unseres Verantwortlichen Bakary Keita weitergeben.

In Bamako angekommen wurden weitere Verträge unterzeichnet sowie Gespräche mit dem deutschen Botschafter Herrn Flittner und dem Staatssekretär des Bildungsministeriums Herrn Denis Douyon geführt.

In Bamako konnte ich einigen Dorfvertretern der von Dürre betroffenen Region insgesamt 3 Tonnen Hirse zur Verfügung stellen. Ein Dank gilt hier auch AWD Morbach.

Von Bamako aus sollte es eigentlich nach Nioro du Sahel unmittelbar an der mauretanischen Grenze gehen, aber aus Sicherheitsgründen wurde dieser Besuch abgesagt. Obwohl der dortige Garnisonschef eine "Rund-um-Bewachung" durch eine Militärbrigade zusagte, zig ich es dieses Mal vor, den Besuch zu verschieben.

Der letzte Ausflug ging in die Region Kita nach Kokounkoutou, dem Ort, in dem im Dezember mit Unterstützung des NvK-Gymnasiums aus Bernkastel-Kues ein Trinkwasserbrunnen gebohrt wurde. Begeistert war ich hier von der Sauberkeit und Natürlichkeit des rund 1400 Einwohner zählenden Dorfes.

In Kokounkoutou soll in Kürze eine Schule gebaut werden, da die rund 200 Schulkinder momentan noch in drei Strohbauten (Hangar) unterrichtet werden. Besonders Fanta Rohrbach, eine Malierin, die seit 2000 in Burgen an der Mosel wohnt, engagiert sich sehr für den Schulbau in ihrer Heimatgemeinde. Sie war auch vor Ort und freute sich mit mir zusammen über den überwältigenden Empfang und die sprichwörtliche Gastfreundschaft.

Zahlreiche Freunde begleiteten mich am nächsten Tag zum Flughafen Senou in Bamako.

Obwohl bisher eigentlich alles gut verlaufen war, kam der "Hammer" im Flugzeug: Nach Abschluss der üblichen Modalitäten durch die Stewardessen erklang plötzlich die Stimme des Kapitäns im Lautsprecher: "Ich muss ihnen leider mitteilen, dass ein Triebwerk nicht funktioniert und wir erst reparieren müssen."

Es folgten mehr als zwei Stunden warten in einem kaum durchlüfteten Flugzeug. Viele Gedanken gehen einem dann durch den Kopf und man wird nachdenklich. Aber schließlich ging's hoch in die Lüfte und mit Feude und Dank genoss ich den Augenblick, als ich in Luxemburg endlich wieder meine Frau Inge in die Arme schließen konnte.

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